Hallo Herr Wiebold,
hier (mal wieder) ein Fall von Mobbing:
Diese (hier abgeänderte) eMail habe ich an meinen Arbeitgeber geschickt.
Gruß
( Name der Redaktion bekannt )
Sehr geehrter Herr *Chef,
mir wurde vor einiger Zeit persönlich von Herrn Mustermann vorgeschlagen mich als nachfolgenden Hausmeister einzustellen bzw. zunächst ihn durch die anfallenden Tätigkeiten zu unterstützen. Das Herr Mustermann mich dafür vorgeschlagen hat wird seinen Grund gehabt haben.
Bereits vor einigen Jahren hatte genau dieses ein Gewisser Herr
Mustermann(2) vorgeschlagen. Herr Mustermann sowie seinerzeit Herr
Mustermann(2) haben erkannt, dass ich durch mein handwerkliches Geschick und meinen persönlichen Umgang mit den Mietern sehr gut für diese Tätigkeit geeignet bin. In den vergangenen Jahren habe ich des öfteren Aushilfsweise verschiedene Reparaturen durchgeführt. Vor allem aber und das macht eigentlich eine Hausmeistertätigkeit aus, kann ich improvisieren und somit kostensparend Reparaturen durchführen. Bei sämtlichen Mietern in der Waldstr. sowie in der Wiesenstr. bin ich sehr gerne gesehen worden und bisher war JEDER Mieter mit meine durchgeführten Arbeiten zufrieden.
Immer wenn ich irgendwelche Arbeiten durchführe, mache ich diese vernünftig und korrekt. 08/15 Sachen werden von mir nicht durchgeführt und dafür ist mein Einsatz zu Schade.
Sogar hatte ich seinerzeit von vornherein mein privates Werkzeug und Zubehör mitgebracht da ich genau wusste, dass dort im Büro einiges an Werkzeug was dort vorhanden ist nicht brauchbar oder nicht vorhanden ist.
In unserem Gespräch am xx.xx.xxxx zusammen mit Herrn u. Frau Mustermann haben Sie sich nochmal ein persönliches Bild von mir gemacht und waren sehr davon überzeugt, dass ich für diese Aufgabe geeignet bin. Daraufhin haben Sie mit mir einen Arbeitsvertrag auf 400,- euro Basis geschlossen.
Am Mittwoch den xx.xx., also bei Arbeitsbeginn, erhielt ich von Herrn Mustermann meine zunächst zukünftige Arbeitsanweisung für den Außenbereich. Sogleich habe ich an diesen Tag die Hecke zur Tiefgerage Waldstr. beigeschnitten, den Parkplatz und Mülltonnenbereich gesäubert.
So wie es Herr Mustermann angeordnet hatte begann ich am Freitag den xx.xx. mit der Hecke Wiesenstr. zu schneiden. Bereits nach einigen Metern habe ich gemerkt, dass es mit dieser vorhandenen Heckenschere nicht möglich ist diese stark „geholzte“ Hecke zu schneiden. Passanten und Mieter die dort vorbei gingen haben regelrecht den Kopf geschüttelt und gesehen wie ich mich förmlich „quäle“ und wie die Hecke nach dem „Schnitt“ aussieht. 2x bin ich von der Leiter in die Hecke gefallen durch den zu hohen Kraftaufwand. Sogar Herr Mieter-xy sagte zu mir, dass dieses kein Schnitt ist sondern mehr ein „reißen“ und sieht sich dabei die Heckenschere an. Als er gesehen hat in was für einen Zustand die Heckenschere ist sagte er auch, dass man mit so einer Heckenschere, zumal dort bereits Zähne abgebrochen sind, so eine Hecke nicht schneiden kann.
Um die Hecke vor dem Wochenende etwas in Form zu schneiden habe ich dann „mit Hand“ weiter beigeschnitten und herausragende dickere Äste mit der Rosenschere abgeschnitten. Gegen 13.00 Uhr habe ich Herrn Mustermann darüber informiert, dass ich eine andere Heckenschere benötige und das diese Elektro--Heckenschere(n) (eine kleine 400mm *Modell-xy und eine größere *Modell-yz 600mm) dieses nicht schaffen eine bereits „gewucherte und geholzte Hecke“ zu schneiden. Die vorhandene Kettensäge (*Modell-wx) ist ebenfalls nicht einsetzbar um z.b. dicke Äste abzusägen, da die Kette stumpf ist. Dieses hat Herr Mustermann eingesehen und sagte mir zu, dass er für Montag den xx.xx. eine andere Heckenschere besorgt. Ich verwies ihn z.b. auf ein Leihgerät. Diese sollte eine Benzin-Motorheckenschere sein mit beidseitig geschliffene, gegenläufige Ober- und Untermesser. Andere Heckenscheren schaffen es nicht. Wenn dort so eine Heckenschere zum Einsatz kommt ist diese komplette Hecke vernünftig und innerhalb max.
1Std. geschnitten. So ein Gerät auszuleihen kostet (inkl. MwSt und
Abnutzung) 28,- pro Tag.
Am Montag den xx.xx. war ich zunächst auf mich alleine angewiesen – denn eine andere Heckenschere lag nicht bereit. Nun gut. Ich habe die vorhandenen Heckenscheren gesäubert und gefettet. Mit diesen wollte ich dann zunächst weiter versuchen die Hecke zumindest an den dünnen Stellen zu schneiden. Als ich die Heckenschere in Betrieb nehmen wollte ließ sie sich nicht einschalten – es kam am Ende der Kabeltrommel kein Strom an.
(diese Kabeltrommel wurde schonmal „geflickschustert“ ) Mit einem Duspol habe ich dann gemessen bis wo hin Strom kommt. Der Fehler war schnell zu erkennen, denn es war der Stecker. Dieser hatte einen Wackelkontakt.
Nichts ist leichter als einen einfachen Stecker zu erneuern – wenn denn dann so etwas vorhanden ist. Und wenn man dann noch Werkzeug dafür hätte.
Diese „Aktion“ (Stecker suchen, Isolierband suchen usw. ) hat schon 1std.
Zeit beansprucht.
Am Mittwoch den xx.xx. hat Herr Mustermann mir dann die Anweisung gegeben den Dachboden Wiesenstr. zu säubern, vorhandene Pappe, Styropor und Säcke mit Kleidung zu entsorgen. Die Heckenscheren hat er zum schleifen gebracht.
Am Freitag den xx.xx. war ich u.a. damit beauftragt den „Rasen“ im Hofbereich Wiesenstr. zu schneiden. U.a. habe ich mit den vorhandenen Rasentrimmer die Kanten geglättet. Zwischendurch musste die Nylon-Spule von den Rasentrimmer ausgetauscht werden. Eine vorhandene Spule hatte Herr Mustermann schon vorab unten im Büro auf meinen Schreibtisch gelegt. Nur war es leider eine falsche Spule und war nicht kompatibel zu diesem Gerät.
Gegen 13.00 Uhr kam Herr Mustermann und schaute sich die durchgeführten Arbeiten an. Ich sagte ihn, dass die Spule für den Rasentrimmer nicht passt und das ich wohl in der nächsten Woche mal damit anfangen möchte den Hofbereich „vernünfig“ zu machen. „So wie es jetzt ist, ist das schon in Ordnung“ sagte Herr Mustermann zu mir. Obwohl ich darauf hingewiesen habe, dass dort Kinder sind. Herr Mustermann hat noch nie Kinder da im Hof gesehen und dann war das für ihn erledigt.
Herr *Chef, der Hof sieht dort unmöglich aus. Die Spielgeräte, der ganze Hinterhof sind hoch gefährlich für Kinder. Zumal dort auch einfach Schrott von dem Mieter-xxx abgelegt wird. Warum ist es nicht erforderlich den Hofbereich ein bisschen zu pflegen ? Es ist über Jahre dort nichts gemacht worden. Das in der Wiesenstr. nicht gerade die „gehobene Klasse“ wohnte, wissen Sie genauso gut wie ich. Nur hat sich in den letzten Jahren eigentlich dank Herrn Mustermann was getan. Und das rechne ich ihm hoch an. Dennoch finde ich es ungerecht, dass nur der Hofbereich Waldstr.
(eigentlich auch erst seit Frau Mustermann da wohnt) gehegt und gepflegt wird. In dem Hofbereich Waldstr, halten sich auch keine Mieter auf. Schon gar keine Kinder.
Und nun möchte ich Ihnen von dem Vorfall berichten wieso es zu der Eskalation zwischen Herrn Mustermann und mir kam.
Am Mittwoch den xx.xx. standen mir die geschliffenen Heckenscheren wieder zu Verfügung. Allerdings musste ich wiederum feststellen, dass auch das schleifen nichts gebracht hat. Trotz scharfen Schwert schafft es die Heckenschere nicht die „geholzte“ Hecke zu schneiden. Herrn Mustermann habe ich versucht über Handy zu erreichen um ihn das mitzuteilen. Um genau
10.23 Uhr kam dann doch eine Verbindung zu stande. Nur hat er mich wohl nicht gehört (oder wollte mich nicht hören, eins von beiden). Ich habe noch mal neu gewählt, aber er sagte nur immer „hallo“,“hallo“ wer ist denn da. Mir war sofort bewusst, das da was nicht stimmt.
Ich habe bei Frau xxxxx angeschellt um mir eine Digitalkamera auszuleihen.
Als ich auf dem Hausflur war habe ich Herrn Mustermann gesehen. Er stand am Hauseingang und fragte was denn los sei. Ich sagte zunächst, dass ich versucht habe ihn tel. zu erreichen. Dann habe ich ihn NOCHMAL vernünftig darauf hingewiesen, dass es selbst mit der geschliffene Heckenschere nicht möglich ist diese Hecke zu schneiden. Leider ist Herr Mustermann technisch nicht begabt um dieses einzusehen. Auch das ich ihm es noch vorgeführt habe lässt ihn noch einen Satz raus bringen wo mir persönlich „der Kragen“ geplatzt ist: „Schneiden Sie doch nur hier vorne" (s. Bilder), dass hintere Stück müssen die Mieter schneiden“. Ich sagte dann auch hier vorne sind dicke Äste was die Heckenschere nicht schafft. Dann war Herr Mustermann der Meinung, dass man ja die dicken Äste mit der Hand abschneiden soll. Daraufhin sagte ich, dass ich ja jetzt hier wohl nicht Ast für Ast, also alle 5cm hier die Hecke nach dicken Ästen suchen soll.
Wie lange soll ich denn da schneiden, 10 Wochen ? Nun sagte Herr Mustermann das seine Frau diese Hecke in 5Std. geschnitten hat. Er wirkte nun sehr eingeschnappt wo ich fragte vor wie viel Jahren seine Frau die Hecke geschnitten hat. Im laufe der Jahre liegt es nun mal in der Natur, dass die Hecke wächst und auch die Äste dicker werden. Auch verwies ich dahingehend, dass wir doch eigentlich auch für "innen" zuständig sind. Nur sollten wir doch froh sein, dass wir die Mieter im Glauben lassen, sie müssen sie selber schneiden. So kam nun die Eskalation in Fahrt. Er behauptet, dass Sie Herr *Chef niemals gesagt haben, dass die Hecke eigentlich Sache des Vermieters ist. Sie haben es an den Tag bei unserem treffen erwähnt. Ich weiß es genau. Und genauso ist es normalerweise. Nun hatten wir aber die andere Regelung und ist doch gut. Diese Art der „Unterhaltung“ liegt mir nicht, schon gar nicht wenn man mich anlügt und versucht mir eine „Drecksarbeit“ aufzuzwingen und mich versucht auszubeuten. Genau das habe ich Herrn Mustermann (evtl. sehr lautstark) an diesem Tag zu verstehen gegeben. Na gut sagte er, dann müssen wir uns trennen. Ja, habe ich gesagt, das ist mir egal, wenn ich keine vernünftigen Geräte, kein Werkzeug, keine Ersatzteile habe kann ich nicht arbeiten.
Und das Herr *Chef geht so nicht.
Nun habe ich noch Fotos von der Hecke gemacht die ich Ihnen mit dieser eMail anhänge. Sehen Sie sich bitte die Bilder an. Auch Sie werden erkennen, dass die Hecke „verholzt“ ist und das es nicht möglich ist mit der Heckenschere, wie auf den Foto zu erkennen, diese damit zu schneiden.
Als ich beim zusammenräumen war, rief Herr Mustermann mich noch mal und sagte, dass er jetzt gerade kein Auto hat, sonst würde er eben eine Heckenschere besorgen. Daraufhin sagte ich, dass ich gerne bereit bin morgen noch mal zu kommen (also heute Donnerstag, normalerweise frei) um dann die Hecke vernünftig zu schneiden.
Heute morgen traf ich Frau Mustermann im Büro an. Sie sagte wortwörtlich:
„So Herr *Mitarbeiter, ich habe ihre Sachen dahin gelegt bitte nehmen sie diese, lassen den Schlüssel hier und gehen“. Mir wurde von Frau Mustermann die Kündigung ausgesprochen ? Das habe ich überhaupt nicht verstanden.
Mein Arbeitsvertrag ist mit Ihnen abgeschlossen und mit keinen anderen.
Schon gar nicht mit Frau Mustermann.
Wissen Sie Herr *chef, ich bin ein Mensch der nicht unbedingt darauf achtet, dass jede Minute als Arbeitszeit angerechnet wird. Wenn ich mal eine halbe Stunde oder eine Stunde länger mache ist mir das egal. Diese Tätigkeit macht mir in erster Linie Spaß. So hatte ich es auch Frau Mustermann gesagt.
Nur muss ich mir nicht von Frau Mustermann sagen lassen, dass ich ja teilweise beobachtet worden bin wie „schlurig“ ich da her laufe. Ich laufe nicht schlurig. Evtl. mal etwas langsam. Kann an meiner Erkrankung liegen die auch Ihnen bekannt ist. Deswegen bin ich Frührentner. Alleine dieses „Merkmal“ hat seinen Grund.
Langsam arbeiten heisst noch lange nicht dumm und faul. Bei mir im Gegenteil – vernünftig und gewissenhaft arbeiten.
Dumm sind die Leute die meinen etwas zu können aber in Wirklichkeit selber nichts können, die Fehler auf andere abschieben um sich zu präsentieren.
Den Mensch als solchen ist diesen Leuten egal. Man beobachtet heutzutage gerade in Firmen das steigende „Mobbing“ !
Abschliessend möchte ich Ihnen nur noch eine Frage stellen:
Wieso werden für sämtliche Reparaturen (auch kleine Sachen) irgendwelche Firmen beauftragt ? Solche Arbeiten z.b. würde ich selber in die Hand nehmen. Heute z.b. hat die Firma xxxx die Toilette bei der Familie Hansmann instandgesetzt. Dieser Schaden wurde vor Wochen schon beim Hausmeister gemeldet.
Als ich mit meinen Sohn und meiner Lebensgefährtin in Musterstadt im Supermarkt war haben wir Frau Mustermann getroffen. Ich habe sie nur mal kurz gefragt wer denn jetzt die Reparaturen im Hause macht. Frau Mustermann macht die Reparaturen, gab sie mir zu verstehen und warum ich fragte. Ich sagte ihr, dass wohl bei Hansmann die Toilette undicht ist und das das Badezimmer immer unter Wasser steht. „Ach, die Frau Hansmann, haben ihre Kinder mal wieder was auseinandergerissen, ja,ja, die hat andauernd was wo ihre Kinder was kaputt machen“.
Nur sagte ich, dass ich es mir angeschaut habe und das unten die Befestigungsschrauben der Toilette verrostet und locker sind. Die Toilette wackelt und das Spülrohr sitzt somit nicht fest in den Wassereinlauf.
Herr *Chef, Geld sparen und die Kosten unten halten kann man auch durch Arbeiten die z.b. ich durchführe wo man nicht ständig Firmen beauftragt.
Zudem habe ich heute noch erfahren, dass die Hecke von einer Firma geschnitten wurde. Nunja, das war nicht billig für Sie. Meine Arbeitszeit, die Kosten für das schleifen, eine geliehene Heckenschere (Herr *Hansmann war mit Herrn Mustermann eine holen) und am Ende eine Firma kommen lassen.
Wäre es von vornherein so gemacht worden wie ich sagte, dass man sich sofort eine Vernünftige besorgt, wäre dieses ganze Theater nicht zustande gekommen.
Mir als Mensch sagt dieses, dass Frau Mustermann es nicht mag wenn jemand besser ist als sie und sie evtl. keine „Macht“ mehr hat. Sie hat bei mir eine „Konkurenz“ für sie gesehen. Nicht wahr ?
Gerne bin ich bereit meine Tätigkeit wieder dort aufzunehmen. Unter der Bedingung das ich meine Arbeiten so aus führe wie ich es für richtig halte und ohne Anweisung von Frau Mustermann. Zumal ich meine Monatskarte abändern musste, somit 15,- mehr für diesen Monat bezahle und ich mir eine Arbeitshose für 15,- gekauft habe.
Andernfalls bitte ich Sie mir die Abmeldebescheinigung mit Abmeldedatum von Heute, also den xx.xxx.xxxx zu kommen zu lassen.
Ebenso hatte ich vom xx.xx. bis einschließlich xx.xx.xxxx zusammen 22,5 Arbeitsstunden. (Tätigkeiten die normalerweise nicht mein Aufgabengebiet umfassten, wie z.b. Beleuchtung zur Tiefgarage instandsetzen, bei Hansmann Undichtigkeit an der Toilette nachgesehen, in Wohnung xy Wiesenstr. nach der Heizung geschaut, 1,5 Std. Hin- u. Rückfahrt für nichts von heute, habe ich hier NICHT mit bei gerechnet)
Ihre Nachricht sehe ich entgegen
Mit freundlichen Grüßen
*Mitarbeiter